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Geschichte des Traditionsvereins

                     KSS - Brigade Sassnitz e.V”

Am 1. März 1956 wurde die Nationale Volksarmee der DDR (NVA) gegründet.

Die NVA setzte sich aus drei Teilstreitkräften zusammen, den Land-, Luft- und Seestreitkräften. Es wurde begonnen, die Streitkräfte zu einer modernen Armee zu entwickeln und entsprechend auszurüsten. Für den Aufbau der Seestreitkräfte als moderne Marine wurden noch im gleichen Jahr zwei von der Sowjetunion erworbene Küstenschutzschiffe der Riga-Klasse (KSS) in Dienst gestellt. Im Oktober 1959 folgten dann zwei weitere Schiffe dieser Klasse. Mit der Verlegung der ersten beiden Schiffe im Dezember 1956 sowie der beiden folgenden im Oktober 1959 nach Sassnitz wurde dort im Januar 1960 die “KSS - Brigade” aufgestellt. Diese Küstenschutzschiffe der DDR Volksmarine waren rund 20 Jahre im Einsatz und wurden danach im Zuge der weiteren Modernisierung der Flotte außer Dienst gestellt.

Im Jahre 1959 wurden in Ralswiek im Zuge eines Kulturauftrages der DDR “Rügenfestspiele” ins Leben gerufen und die Naturbühne Ralswiek angelegt. Von 1959 bis 1961 und von 1980 bis 1981 wurde dort die Dramatische Ballade “Klaus Störtebeker” mit ca. 1.000 Mitwirkenden aufgeführt. Seit 1993 finden diese Festspiele jährlich statt.

Zur Darstellung der seemännischen Aktivitäten Klaus Störtebekers wurden auf dem Bodden vor der Naturbühne nachgebaute Koggen eingesetzt, die ab August 1959 mit Angehörigen der Seestreitkräfte aus den Sicherungskräften aller vier Küstenschutzschiffe besetzt waren. Im Eröffnungsjahr und auch in den Folgezyklen der Festspiele führten Matrosen der Seestreitkräfte als Komparsen Störtebekers Seeschlachten auf.

Die Boote K-10 vor dem Umbau ....

.... und nach dem Umbau zur Kogge

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens dieser Festspiele im Jahre 1999 wurden ehemalige Besatzungsmitglieder der KS-Schiffe, die als “Komparsen” mitgewirkt hatten, nach Ralswiek eingeladen. Bei dem Wiedersehen nach so vielen Jahren wurde der Gedanke geboren, zu versuchen weitere noch lebende Besatzungsmitglieder zu einem Marine-Treffen zu veranlassen.

Dieses Vorhaben wurde schon ein Jahr später erfolgreich umgesetzt und führte zur Gründung des “Traditionsvereins KSS-Brigade Sassnitz” e.V. Begonnen wurde mit etwa 15 Vereinsmitgliedern, deren Zahl sich bis heute auf 42 Mitglieder und etwa 130 Sympathisanten vergrößert hat, die alljährlich in einer Hafenstadt zu einem kameradschaftlichen Traditionstreffen zusammen kommen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition der ehemaligen Volksmarine, im Besonderen der KSS-Brigade, zu bewahren und ehemaligen Fahrensleuten dieser Schiffe die Möglichkeit zu geben, sich wieder zu sehen, Erinnerungen an ihre Marinezeit auszutauschen und ihre Liebe zur See zu erhalten. Wünschen wir uns allen, diese Tradition noch viele Jahre pflegen zu können.

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