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Musterung   19.05.2018

Unsere Pfingstmusterung

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19.05.2018

Musterung
24.03.2018
17.11.2018

Am Sonnabend, dem 19. Mai, also am langen Pfingstwochenende, trafen wir, die Mitglieder des Marine-Stammtisches-Magdeburg, wieder in unserem Stammlokal „La Perla“ ein.

Bevor es ans Schmausen und Klönen ging, hatte der „Alte“ aber erstmal aus traurigem Anlass ein Stück Arbeit für uns. Wir holten den „Nachlass“ unseres verstorbenen Kameraden Dieter Sparmann mit vier Mann aus der Tiefgarage, wo Bernd Lüdicke sein Auto geparkt hatte. Bücher in großen Mengen haben ihr immenses Gewicht.

Als das glücklich erledigt war, begrüßte der „Alte“ mit dem Glasen der Schiffsglocke die Mannschaft und wünschte allen ein paar frohe Stunden der Gemeinsamkeit.

Als Erstes gedachten wir unseres verstorbenen Kameraden Dieter Sparmann. Anschließend wurden nun die kostbaren Bücher aus dem Nachlass an die Interessenten verteilt, wovon auch reger Gebrauch gemacht wurde.

Der Vorschlag einer kleinen Spende für die „Bordkasse“ fand volle Zustimmung.

Nachfolgend hatten unsere Deerns – Carola Falk und Vera Lüdicke für die anwesenden Kameraden (Herren) eine nette, kleine Überraschung parat. Aufgrund des kurz vorherigen Himmelfahrtstages erhielt jeder eine kleine Buddel echten Seemannsschnaps – Rostocker Doppelkümmel.

Die Überraschung war gelungen, wir sagen Danke.

Weiter ging der Nachmittag mit reger Unterhaltung und Verzehr, dem immer sehr guten Speise- und Getränkeangebot unseres Flaggschiffes „La Perla“.

Auch diesmal verging die Zeit wieder viel zu schnell und so verabschiedeten wir uns gegen 16.30 Glas (Uhr) voller Vorfreude auf unsere im Juni geplante Schifffahrt auf der Saale in Bernburg.

Dirk Träger

Unser Kamerad Dirk Träger hat ja über unsere Musterung auf unserem Flaggschiff „La Perla“ ausführlich berichtet.

Somit beschränke ich mich auf die weiteren gemeinsamen Erlebnisse unserer Kameradinnen und Kameraden, die uns unser Standort als - Landeshauptstadt - an diesem Wochenende zu bieten hatte.

Wie zu jedem Pfingsttreffen fand auf dem Alten Markt und Umgebung, so auch dieses Mal das beliebte

„6. Magdeburger - Europafest“

statt. Es ist ein Treffen mit Darbietungen aus vielen europäischen Ländern, welches die Bevölkerung unserer Stadt mit großem Interesse wahrnimmt.

Auch Mitglieder unserer Marinekameradschaft mischten sich interessiert unter die Magdeburger Bevölkerung und führten interessante Gespräche mit den Darstellern

aus den teilnehmenden Ländern. So zum Beispiel:

Frankreich mit einer Verkostung der liebevoll angebotenen schmackhaften Baguettes, Russland mit seinen Teigwaren wie Pelmenis, Kaukasischen Spieß und Getränken aus Melonensaft mit Wodka. Wobei die Verständigung zwischen den Darstellern und uns nicht schwergefallen ist. Immerhin ist ja unser Schulrussisch noch vorhanden.

Irland bot uns in seinem „Pub“ das berühmte Dunkelbier zur Verkostung an. Das Lammfleisch Irish Stew war gut zubereitet und schmackhaft. Von den köstlichen süßen Toffees sind unsere Deerns begeistert. Einstimmige Meinung – sehr gut.

Auch unsere polnischen Nachbarn überraschten uns. Für uns etwas beschämend, denn die Damen und Herren sprachen mit nur etwas Akzent perfekt Deutsch. Sie haben sich unsere Sprache, so ihre Aussage, selbst beigebracht. Hier dauerte der Aufenthalt auch etwas länger. Der Verzehr der berühmten „Krakauer“ Bratwurst ließ alle schwärmen. Den Älteren war die „Brühpolnische“ aus DDR – Zeit noch geläufig.

 Viel Kunstgewerbe war hier zu sehen und auch käuflich zu erwerben. Wo soll ich beginnen und wo enden. 

Mit diesen Einzelbeispielen möchte ich es nun hier belassen. Denn es gäbe noch viele Beispiele aus Tschechien, Österreich, Ungarn - u.u.u. zu berichten.

Erwähnenswert sind noch die Eröffnungsrede unseres Ob.-Bürgermeister Dr. Lutz Trümper und die musikalische Umrahmung.

Das Fest war ein Stück gelebte Völkerfreundschaft.

Unser Liegeplatz Magdeburg hatte aber noch mehr zu bieten.

Vom 17.05. bis 21.05.2018 ging es zurück in die Vergangenheit mit den 8. Magdeburger Festungstagen

„Vom Mittelalter bis in die Kaiserzeit“.

Unser Besuch galt der Preußischen Festungsanlage Magdeburg - Kavalier V / Ravelin II. Diese Magdeburger Kernfestung wurde von 1871 bis 1873 errichtet.

Hier, in der für uns Seeleute etwas untypischen Umgebung, tauchten wir in das

Mit eisenbeschlagenen Stiefelsohlen ging es im Gleichschritt in der Verkaufsallee auf der einen Seite vorwärts und anschließend auf der anderen Seite zurück. Keine Etage wurde hier ausgelassen, denn  die Rolltreppe bot dem Publikum ein reifes

„16. Spectaculum Magdeburgense“

ohne Vorbehalt und mit großer Vorfreude ein.

Inmitten des Besucherstroms von auswärtigen und Magdeburger Eltern mit ihren Kindern ließen wir uns treiben. Zu sehen gab es viel.

Eigentlich begann es bereits in dem Verkaufstempel von Magdeburg „Alleecenter“. Hier patrouillierte eine Gruppe Preußischer Soldaten mit der Kennnummer 66 auf den Schulterstücken

(also - Magdeburger Festungsgarnison)

Mit eisenbeschlagenen Stiefelsohlen ging es im Gleichschritt in der Verkaufsallee auf der einen Seite vorwärts und anschließend auf der anderen Seite zurück. Keine Etage wurde hier ausgelassen, denn  die Rolltreppe bot dem Publikum ein reifes Schauspiel.

Beschlossen! Wir statten dieser Festungsanlage einen Besuch ab.

Ja und so waren wir mittendrin.

Der zivile Bereich bot uns anschaulich die Herstellung von Filzprodukten aller Art an, Mützen und Hüte für die Großen (Eltern) und Spielzeug für die Kleinen (Kinder). Besonders für die Kinder war ein großes Angebot vorhanden. Dieses erstreckte sich über Armbäder und Halsumhänge aus geflochtenem Stoff und Kettenmaterial, bis hin zu aus Ton gefertigten Wasser-Trillerpfeifen. Begehrt waren bei den Kindern auch Schwerter und Schilde aus Holz gefertigt. Interessant fanden sie aber auch das Schießen mit Pfeil und Bogen, das Fahren im Holzkarussell, angetrieben durch Manneskraft. Das Schminken, Verkleiden als Prinzessin und Ritter, Kerzenziehen, Ritterspiele und Bemalen von Töpferwaren nebst dem Besuch von Märchenstunden fanden ebenfalls regen Anklang.

Umringt von Jung und Alt waren die Stände mit mittelalterlicher Handwerkskunst wie:

Schmiedearbeiten für die Rüstungen und Waffen der Ritter. Auch Gebrauchsgegenstände und Ziergerät für Haushalt und Garten konnten hier erworben werden.

Holzbearbeitung für den täglichen Bedarf der damaligen Haushalte, welche auch heute noch als Deko-Stücke Verwendung finden würden, wurde in Demonstration hergestellt.

Besonders sehenswert waren natürlich auch die Auftritte der Gaukler und Musikanten in ihren mittelalterlichen Kostümen auf den Bühnen.

Für uns, als die „alten“ Militärs, war die geschichtliche Erläuterung und Darbietung der historischen Uniformen und Waffen von besonderem Interesse. 

Bunt war die Uniform, der Uniformrock. Jeder Knopf an der Knopfleiste oder am Schoßteil hatte seine Daseinsberechtigung und hob den Träger vom einfachen Landser – Unteroffizier – Feldwebel und Offizier ab. Jeder Ärmelstreif in den unterschiedlichsten Farben und Knöpfe auf den Schulterstücken gaben die Rangordnung der Person zu erkennen.

Bei den Waffenbeschlägen ergab sich die Rangordnung durch die Herstellung in kupfer-, silber- oder goldfarbener Ausführung.

Zum Schluss sprechen wir auch den „Versorgungseinheiten“, die für das leibliche Wohl gesorgt haben, unseren Dank aus. Es gab und so muss es auch sein, nichts zu bemängeln.

Fazit: 

Unser Besuch war sehr lehrreich. Wir haben gesehen und erkannt, dass jeder einzelne Teilnehmer / Darsteller auf dem Rathausplatz und in der Festung mit dem Herzen dabei war und sich viel Mühe gab, den Tag für den Besucher ein Erfolg werden zu lassen.

Deshalb sprechen wir als Kameradinnen und Kameraden vom Marine-Stammtisch-Magdeburg allen beteiligten Darstellern und Personen / Personengruppen, die zum Gelingen des „6. Magdeburger - Europafestes“, der „8. Magdeburger Festungstage“ und des „16. Spectaculum Magdeburgense“ beigetragen haben, unseren Dank und Anerkennung aus.

Wie heißt es beim Militär:

Alle benannten Personen vortreten!

Ich belobige Sie für Ihre hohe Einsatzbereitschaft mit einem

„Dank vor der Front“!

Ihr habt etwas sehr Schönes geschaffen.

Wir als Marinekameradschaft und sicher auch viele Magdeburger Bürger sehen uns bestimmt im Jahr 2019 an diesen historischen Orten wieder

Rolf Schulz

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